BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Schmetterlingseier

Alle Schmetterlinge legen Eier aus denen die Raupen schlüpfen. - Das weiß doch jedes Kind? - Diese Eier werden je nach Art einzeln oder in Haufen in der Regel an die Futterpflanzen der Raupen angeheftet.

Aber wussten Sie schon? - Schmetterlinge legen sehr unterschiedliche Eier - manche sind kugelförmig, andere sind tönnchenförmig, wieder andere ähneln Golfbällen. Oft kann man über die Form und Farbe der Eier die Familie und sogar die Schmetterlingsart bestimmen.

Im Folgenden sind Eier von einigen in Rheinland-Pfalz vorkommenden Tagfaltern auf Bildern in natürlicher Umgebung - nach Familien bzw. Unterfamilien geordnet - dargestellt:

Ritterfalter - Weißlinge - Bläulinge - Feuerfalter

Zipfelfalter - Edelfalter - Augenfalter

Die Eier der Ritterfalter

Die Eier der Ritterfalter sind oft kugelförmig. Aufgrund der Größe der Falter sind auch die Eier größer als die meisten anderen Schmetterlingseier. Die Ritterfalter legen ihre Eier fast immer einzeln ab. An der Färbung kann man oft den Entwicklungsstand der Eier ablesen. So wechselt die Farbe beim Segelfalterei von weiß nach rötlich um dann kurz vor dem Schlüpfen der Raupe grau zu werden.



Ei des Schwalbenschwanz in der Blüte eines Doldenblüters mit ungewöhnlicher Färbung - nach 2 Tagen -


Ei des Segelfalters auf Felsenkirsche - nach 2 Tagen -


Ei des Apollofalter auf Totholz- frisch abgelegt -

Die Eier der Weißlinge

Auch die meisten Weißlinge legen ihre Eier einzeln an die Futterpflanzen ihrer Raupen ab. Der Große Kohlweißling und der Baumweißling legen im Gegensatz dazu ihre Eier in größeren Eispiegeln von 20 bis 30 Eiern schön geordnet nebeneinander ab. Die Eier der Weißlinge haben eine charakteristische tönnchenförmige, aber konisch zulaufende Form. Die Farben variieren dagegen von trüb weiß über orange oder gelb bis blassgrün. Beim Aurorafalter ist die Verfärbung des Eies von einem blassen Weiß bei der Eiablage auf ein kräftiges Orange besonders eindrucksvoll zu verfolgen.



Ei des Aurorafalters unterhalb der Blüte einer Knoblauchsrauke - nach 2 Tagen -


Eispiegel des Großen Kohlweißlings auf Kohl


Ei des Grünaderweißlings am Blatt der Pfeilkresse


Ei des Senfweißlings


Ei des Zitronenfalters auf Faulbaum - nach 3 Tagen -

Die Eier der Bläulinge

Die größte Tagfalter-Familie, die Bläulinge legen ihre Eier ebenfalls in der Regel einzeln ab. Bläulingseier sind oft Diskus-ähnliche Gebilde. Viele Eier haben auf der Oberfläche eine wunderschöne, für die Art charakteristische netzartige Feinstruktur. Diese ist beim Fetthennen-Bläuling besonders schön ausgeprägt. Die meisten Eier der Bläulinge sind weiß, manche auch grau. Bläulingseier verändern ihre Farbe nicht oder nur minimal.



Ei des Alexis-Bläulings auf Vogelwicke


Ei des Fetthennen-Bläulings auf Großer Fetthenne


Ei des Faulbaum-Bläulings auf Luzerne


Ei des Hauhechel-Bläulings in einer Luzerneblüte


Ei des Himmelblauen Bläulings auf Hufeisenklee im Sommer


Ei des Storchschnabel-Bläulings in der Blüte des Blutstorchschnabels

Die Eier der Feuerfalter

Die Feuerfalter legen ihre Eier wie die anderen Bläulinge einzeln ab. Die Eier haben die Form von Halbkugeln mit einer Oberflächenstruktur, die einem Golfball ähnelt. Trotz der sehr ähnlichen Erscheinung kann auch bei den Feuerfaltern die Art fast immer über das Ei eindeutig bestimmt werden.

 



Ei des Lilagoldenen Feuerfalters auf Sauerampfer


Ei des Braunen Feuerfalters auf Sauerampfer


Ei des Kleinen Feuerfalters auf Sauerampfer

Die Eier der Zipfelfalter

Auch die Zipfelfalter als Teil der Bläulings-Familie legen ihre Eier einzeln ab. Die Eier sind halbkugelförmig und haben sehr unterschiedliche Oberflächen. Viele Eier der Zipfelfalter sind durch ihr unauffälliges Erscheinungsbild und die dunkele oder graue Farbe gut an die Überwinterung angepasst. Eine Ausnahme bildet der Nierenfleck-Zipfelfalter. Die weißen Eier sind auf den schwarzen Schwarzdornzweigen relativ leicht zu entdecken.



Ei des Blauen Eichenzipfelfalters neben der Knospe einer Eiche


Ei des Nierenfelck-Zipfelfalters am Zweig einer Schlehe


Ei des Ulmen-Zipfelfalters auf dem Zweig einer Ulme

Die Eier der Edelfalter

Einige Edelfalter legen ihre Eier einzeln ab (C-Falter, Admiral) andere wie der Kleine Fuchs und das Tagpfauenauge in größeren Eigelegen von 50 bis 200 Eiern. Dabei legen beim Tagpfauenauge als Besonderheit manchmal sogar mehrere Weibchen gemeinsam ihre Eier unter das gleiche Blatt ab.



Ei des Admiral auf Brennnessel


Ei des Braunfleckiger Perlmutterfalter auf Sauerampfer neben Veilchen


Ei des C-Falters auf Salweide


Ei des Distelfalters auf Distel


Ei des Großen Schillerfalters auf Salweide


Ei des Mädesüß-Perlmutterfalter neben Mädesüß


Ei des Kaisermantels an Thuja


Ei des Kleinen Eisvogels


Eigelege des Kleinen Fuchses auf Brennnessel


Ei des Kleinen Perlmutterfalters neben Ackerstiefmütterchen


Nicht geschlüpftes Ei des Kleinen Schillerfalters auf Zitterpappel


Eier des Randring-Perlmutterfalters auf Wiesenknöterich


Eigelege des Tagpfauenauges auf Brennnessel

Die Eier der Augenfalter

Einige Augenfalter legen ihre Eier in Eispiegeln ab, andere einzeln. Die Eier sind oft kugelförmig und besitzen eine relativ glatte Oberfläche.



Ei des Mauerfuchs an einem Grashalm


Ei des Rundaugen-Mohrenfalters


Ei des Schachbrettfalters in der Bodenstreu

Hinweis:

Im reich bebilderten Artenporträt erhält man detaillierte Informationen zur Biologie und Lebensweise der jeweiligen Tagfalterart.

Quelle: http://schmetterlinge.bund-rlp.de/wissenswertes/schmetterlingseier/