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Die Puppen der Tagfalter

Schmetterlinge entwickeln sich aus Eiern über Raupen und Puppen zu den Faltern. Außer dem Kokon der Seidenspinnerraupe sind aber nur wenige Puppen von Schmetterlingen bekannt.

Die Puppe ist beim Schmetterling das letzte Stadium vor dem adulten Falter. Bei den Tagfaltern kommen vor allem zwei unterschiedliche Arten von Puppen vor, die Gürtelpuppen (z.B. Schwalbenschwanz) und die Stürzpuppen (z.B. Tagpfauenauge). Einige Tagfalter verpuppen sich aber auch frei am Boden (z.B. Schachbrett) in einem Gespinst. Einige Nachtfalter bauen sich ein Gespinst aus Seide (Seidenspinner), welches als Kokon bezeichnet wird.

Im Folgenden werden auf dieser Seite Puppen von Tagfaltern, die in Rheinland-Pfalz vorkommen, auf Bildern in natürlicher Umgebung - nach Familien bzw. Unterfamilien geordnet - vorgestellt:

Ritterfalter - Weißlinge
Bläulinge (incl. Feuerfalter und Zipfelfalter)
Edelfalter - Augenfalter

Die Puppen der Ritterfalter

Die Apollofalter verpuppen sich in einem Gespinst aus Raupenseide (Kokon) oder einem Gespinst aus Pflanzenteilen am Boden. Der Schwalbenschwanz und der Segelfalter verpuppen sich als Gürtelpuppe. Dabei gibt es sehr interessante Unterschiede zwischen beiden sehr ähnlichen Faltern. Bei beiden Faltern kommen sowohl grüne wie auch braun-grau-beige Puppen vor. Beim Segelfalter schlüpfen aber aus den grünen Puppen immer (ohne Entwicklungsunterbrechung) die Falter der Sommergeneration. Beim Segelfalter überwintern nur die beigebraunen Puppen. Beim Schwalbenschwanz können alle Farbvarianten der Puppen überwintern oder subitan (ohne Entwicklungsunterbrechung) schlüpfen.



Grüne Puppe des Schwalbenschwanz bei der Überwinterung


Grüne Subitanpuppe des Segelfalters (Sommerform)


Braungraue Puppe des Schwalbenschwanz


Beigebraune Puppe des Segelfalters vor der Überwinterung

Die Puppen der Weißlinge

Die Weißlinge verpuppen sich in Form einer Gürtelpuppe. Um den Brustbereich wird sehr kunstvoll ein Gürtel aus vielen ineinander verwobenen Seidenfäden an die Unterlage (oft ein kleiner Ast) gesponnen. Erst nach dem Anfertigen des Gürtels begeben sich die Raupen in diesen. Der Fußteil der Puppe wird unterhalb des Gürtels in einem auf der Unterlage befestigten Gespinst mit einem Widerhaken, der sich an der Puppe befindet eingehakt.

Kurz vor dem Schlüpfen scheint bei den meisten Puppen bereits die Flügelfarbe des späteren Falters durch die sehr dünne Puppenhaut. Besonders eindrucksvoll ist dies beim Aurorafalter.



Puppe des Aurorafalters vor der Überwinterung


Puppe des Aurorafalters vor dem Schlüpfen im Frühjahr


Wunderschöne bereits verlassene Puppe des Baumweißlings


Puppe des Grünader-Weißlings


Puppe des Senf-Weißlings


Puppe des Senf-Weißlings im Winter


Puppe des Kleinen Kohl-Weißlings


Puppe des Großen Kohl-Weißlings


Puppe des Wander-Gelblings


Frische Puppe des Zitronenfalters am abgefressenen Blatt nach unten hängend

Die Puppen der Bläulinge (incl. Feuerfalter und Zipfelfalter)

Die Puppen der Bläulinge haben fast alle eine ähnliche Form, auch die Färbung ist bei fast allen einheitlich unauffällig braun-grau. Sie verpuppen sich in der Regel bodennah als Gürtelpuppe oder direkt am Boden in einem Gespinst.



Puppe des Faulbaum-Bläulings als Gürtelpuppe an einem trockenen Blatt


Puppe des Braunen Feuerfalters als Gürtelpuppe am Großen Sauerampfer


Puppe des Kleinen Feuerfalters an einem abgestorbenem Blatt


Puppe des Grünen Zipfelfalters am Boden

Die Puppen der Edelfalter

Die meisten Edelfalter verpuppen sich als Stürzpuppe. Die Puppen verfügen oft über Dornen und charakteristische Metallflecken. Manche haben dabei eine "mumienförmige" Gestalt. Besonders markant ist die Gestalt der Puppe des Kleinen Eisvogels. Der Admiral baut sich als Schutz eine Blatttüte, in der er sich verpuppt, die meisten Edelfalter verpuppen sich freihängend an Blättern oder Teilen von Pflanzen.

 

 



Puppe des Admiral an Brennnessel


Puppe des Distelfalter an einem Blatt


Puppe des C-Falters am Zweig einer Ulme


Puppe des Großen Fuchs


Puppe des Großen Perlmutterfalters in Pflanzengespinst


Puppe des Kaisermantels


Puppe des Großen Schillerfalters an Blatt einer Salweide


Puppe des Kleinen Schillerfalters an Blatt einer Zitterpappel


Puppe des Kleinen Eisvogels an Deutschem Geißblatt


Puppe des Kleinen Fuchses an Brennnessel


Puppe des Magerrasen-Perlmutterfalters


Puppe des Landkärtchens

Die Raupen der Augenfalter

Einige Augenfalter bilden "nackte" Bodenpuppen in einem Gespinst mit Moos und Bodenstreu oder Gras. Manche verspinnen sich aber auch als Stürzpuppen an Pflanzen. Beim abgebildeten Mauerfuchs ist die durchschimmernde Flügelzeichnung kurz vor dem schlüpfen besonders schön zu verfolgen.



Puppe des Schachbrettfalters im geöffneten Bodengespinst


Stürzpuppe des Mauerfuchs frisch


Stürzpuppe des Mauerfuchs zwei Tage vor dem Schlüpfen


Stürzpuppe des Mauerfuchs direkt vor dem Schlüpfen

Hinweis:

In den reich bebilderten Artenporträts erhält man detaillierte Informationen zur Biologie und Lebensweise der jeweiligen Tagfalterart.

Quelle: http://schmetterlinge.bund-rlp.de/wissenswertes/puppen_der_tagfalter/